UNESCO-Schülerfachtagung bei der Emschergenossenschaft in Essen

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Lebenselixier Wasser – Ressource nutzen, Zukunft gestalten

Vom 10.07.-12.07.2017 besuchten 7 SchülerInnen des Inda-Gymnasiums zusammen mit Herrn Kratky die Schülerfachtagung 16+ der UNESCO-Projektschulen NRW, die durch die Emschergenossenschaft Lippe Verband (www.eglv.de)  in Essen organisiert und teilfinanziert wurde. Die Emschergenossenschaft hat es sich zum Ziel gemacht, die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, die Wirtschaft, Mensch und Natur an die Emscher haben, in ein nachhaltig vertretbares Gleichgewicht zu bringen. Die SchülerInnen des Inda-Gymnasiums nahmen zusammen mit acht weiteren UNESCO-Projektschulen an verschiedenen Workshops teil:

Schule des Sehens

Wir waren mit unserem Workshop beim Läppkes Mühlenbach, um uns dort seine drei Umbaustadien anzusehen. Derzeit wird der Bach von einem Abwasserlauf zu einem naturnah gestalteten Gewässer umgebaut. Aktuell kann man drei Stadien dieses Umbaus erleben: die oberirdische Abwasserleitung, die Bauarbeiten für den neuen Verlauf sowie den bereits vor ca. 25 Jahren renaturierten Teil. Mit Rainer Schlautmann, einem professionellen Fotographen und Markus Pohl, einen Projektleiter der Emscher Genossenschaft bekamen wir zuerst einige Hintergrundinformationen und das technische Basiswissen zur Fotografie. Später nahmen wir unsere eigenen Bilder auf, welche wir am nächsten Tag gemeinsam auswerteten, die besten herausfilterten und anschließend präsentierten. Das Projekt war sehr spannend. Besonders faszinierend fanden wir, wie „natürlich“ die von Menschen geschaffene Landschaft wirkte.

Schreibwerkstatt

In dem Workshop „Schreibwerkstatt“ besuchten wir mit 15 weiteren Schülern den Niederfeldsee im Stadtteil Altendorf, Essen. Diesen nutzten wir als Inspiration für unsere eigenen journalistischen oder literarischen Texte, welche wir mithilfe des Autoren Tobias Steinfeld verfassten. Bei Entengequake, Kinderlachen und Wellenrauschen lagen wir im Gras und ließen unserer Fantasie freien Lauf. Der Radweg um den See herum, der vorher ein Bahngleis war, wurde stark befahren, aber zum Glück wurde niemand von uns überfahren. Zum Ende hin sind viele Texte entstanden: Krimis, Interviews, Gedichte und auch kritische Beiträge. In einem abschließenden Treffen fassten wir die Ergebnisse zusammen und präsentierten diese unter lautem Beifall dem ganzen Projekt.

Hörspiel

Im Hörspiel-Workshop sind wir mit unserem Workshopleiter Pascal Bovee zu den Johanniskirchgärten in Essen, Altessen gefahren. Der Architekt des Mehrgenerationenquartiers hat uns die besonderen Versickerungsbecken gezeigt. Das Regenwasser, das auf die Dächer fällt, wird erst über Regenrinnen und dann durch schmale Wasserläufe in eins von drei Becken geleitet. Dort kann es entweder versickern oder verdunsten und die Luft im Innenhof abkühlen.

Außerdem haben wir erst in Kleingruppen kurze Hörspiele ausgearbeitet und ein ausgewähltes Hörspiel vertont. Wir haben erst die Dialoge eingesprochen und danach passende Geräusche aufgenommen.

Seeabenteuer

Mit unserem Workshop Seeabenteuer machten wir uns auf den Weg, um mehr über den Baldeneysee zu erfahren. Wir fuhren mit Fahrrädern am See entlang und fragten Seenutzer und Anwohner nach ihren Geschichten und Träumen. Diese dokumentierten wir mit einer Fotoserie und so nahm unser Ergebnis immer mehr an Form an. Besonders interessant fanden wir, dass der See ursprünglich als Flusskläranlage gebaut worden war, was viele Besucher gar nicht wussten. Denn diese denken sich oft in ihrer Sehnsucht nach dem Strand und Meer im Süden in einen Traumurlaub hinein und vergessen, dass es sich um menschengemachte Natur handelt.

Die Arbeit der verschiedenen Workshops wurden von einem Medienworkshop dokumentiert und gefilmt. Wir führten Interviews durch, befassten uns mit Photo- und Videoaufnahmen sowie Bildbearbeitung und Schnittsoftware. Bei der Abschlusspräsentation der Ergebnisse im Plenum wurde bereits ein eindrucksvoller Trailer über die drei Tage bei der Emschergenossenschaft präsentiert.

Insgesamt blicken wir auf drei sehr erfolgreiche und produktive Tage zurück und freuen uns, dass unser Engagement und unsere Ergebnisse so viel Lob erhalten haben. Wir bedanken uns bei der Emschergenossenschaft, dem UNESCO-Netzwerk und besonders unserem VEFF für die Organisation und finanzielle Unterstützung.

Lea Bortot, Fabio Canales, Lisa Kathage, Hendrik Krampe, Maria Méndez-Sturm, Greta Migdalski, Johanna Voßkötter und Michael Kratky