13. Oktober 2026 – Erfolg für das Inda-Gymnasium: Zum zweiten Mal in Folge hat eine Schülergruppe unserer Schule die erste Runde des renommierten digitalen Innovations-Wettbewerbs gewonnen, der ab diesem Jahr unter dem Namen „DIGIGREENSOCIAL“ an den Start geht. Als eines von nur 10 Teams in ganz Nordrhein-Westfalen konnten sich unsere Nachwuchsforscher gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen und dürfen ihr visionäres Projekt nun mit einer Förderung von 700 Euro in die Realität umsetzen.
Nach dem großartigen Erfolg im vergangenen Jahr mit der digital gesteuerten Begrünungswand knüpft die Jugend-forscht-AG nahtlos an diese Leistung an. Das neue Gewinnerprojekt widmet sich einer revolutionären Idee für das nachhaltige Bauen der Zukunft: Dem Bau von Häusern aus Algen. Die Schülergruppe, bestehend aus den Schülern Lukas, Ben, Malte, Maxim, Carlos, Matthias und Peter (alle aus der Klasse 8e), entwickelt biologisch abbaubare „Algen-Ziegel“ für tragende Wände sowie luftige Algenmatten für die Wärmedämmung. Um das riesige, ungenutzte Potenzial des Baustoffs komplett umweltschonend zu erschließen, züchten sie die Algen in einem selbst gebauten, solarbetriebenen Reaktor. Über eine eigene, interaktive Homepage nimmt das Team die Öffentlichkeit zudem digital mit auf seine spannende Forschungsreise.
Ein solcher Erfolg kommt nicht von ungefähr. Besonders hilfreich für die Projektgruppe war die kontinuierliche Unterstützung durch Herrn Steltzner. Der erfahrene Pädagoge begleitet die Forscher-AG des Inda-Gymnasiums bereits seit langem mit großem Engagement. Unter seiner Leitung begann die Reise des Algen-Projekts bereits in der 5. Klasse mit Algen aus einem winzigen Gartenteich. Trotz steiniger Anfänge mit zerbröselten oder schimmelnden Prototypen ließ sich das Team nicht entmutigen. Durch cleveres Experimentieren mit Stärke, Desinfektion sowie Schutzbeschichtungen aus Wachs und Kalk entwickelten sie stabile, wasserfeste Bausteine in Legogröße – eine Leistung, die bereits mit dem Regionalpreis bei „Jugend forscht junior“ und dem Landessonderpreis für Zirkularität belohnt wurde.
In den kommenden sechs Monaten wird das Team unter der bewährten Leitung von Herrn Steltzner intensiv an den nächsten großen Meilensteinen arbeiten. Die Fördersumme von 700 Euro fließt direkt in den Ausbau des Algenreaktors mit Solarpumpen und Sensoren sowie in die Erforschung eines biologischen Brandschutzes, da die Ziegel aktuell noch zu schnell Feuer fangen. Bis zur großen Abschlussveranstaltung im Frühjahr 2027 sollen zudem die ersten großen Dämmmatten fertiggestellt werden.
Das Projekt ist auf absolute Nachhaltigkeit ausgelegt: Da die Schüler noch sechs Jahre bis zum Abitur vor sich haben, soll der Weg über den Wettbewerb hinaus bis zu einem echten, komplett aus Algen gebauten Modellhaus führen. Wir gratulieren dem gesamten Team herzlich zu diesem großartigen Erfolg und drücken für die anstehende Entwicklungsphase im Winter alle Daumen!

